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Das Substrat

Die chemischen Eigenschaften des Substrates

Durch seine „lebendigen“ Komponenten beeinflußt das Substrat chemisch die Nährlösung mittels ihrer Kat-Ionenaustauschfähigkeit.

Da der ideale pH-Wert von 5.6 bis 5.8 während der Kulturperiode instabil ist, und soll dieser, um eine gute Aufnahme der Makro- und Mikronährstoffe zu gewährleisten, periodisch kontrolliert werden.

> Einführung

Das Substrat kann mehr als ein inerter Träger sein, durch welches die Nährlösung zirkuliert. Vorhandene feste mineralische und organische Bestandteile beeinflussen, kontrollieren und regulieren die Zusammensetzung der Nährlösung.

 

Die Substrate werden durch ihr Absorptionsvermögen, das sich durch ihre Kat-Ionen- Austauschfähigkeit (C. E. C.), eigene Makro- und Mikrospurenelemente sowie durch den pH-Wert, charakterisiert.

> Die Kat-Ionen Austauschfähigkeit

Substrate können Stoffe beinhalten, die man Kolloide nennt (Ton, Humus). Diese Kolloide sind in der Lage, einige Kat-Ionen (z. B. Kalzium, Magnesium, Kalium, Natrium, Wasserstoff,...) aus der Bodenlösung oder der Nährlösung durch die an ihrer Oberfläche anwesende negativen Ladungen zu fixieren. Einige Anionen können auch durch bivalente oder trivalente Kat-Ionen zurückgehalten werden, jedoch die Mehrheit bleibt in der Lösung.

 

Die Austauschkapazität der Kat-Ionen ist die Anzahl der Ionen, die eine Substrat- oder Bodenmenge halten kann. Da die Austauschkapazität von der Art und von der Menge der im Substrat aktuellen Kolloiden abhängt, ist diese Menge stabil.

 

Ionen (hauptsächlich Makroelemente) werden entweder durch das Substrat oder durch die Lösung zurückgehalten, da es ein dynamisches Gleichgewicht zwischen diesen zwei Bereichen gibt. Es gibt zwar auch solche Gleichgewichte im Bereich der Spurenelemente, diese sind jedoch etwas komplexer.

 

Ton und Humusstoffe bilden den Ton-Humuskomplex auf dessen Oberfläche diese Kat-Ionen fixiert sind. Die Substrate nehmen dann an der Pflanzenernährung teil. (Wenn es zwischen dem Komplex und der Lösung zum Austausch kommt, kann dies die Berechnung der zuzugebenden Nährlösung erschweren).

 

Darüber hinaus könnte die Anwesenheit von Wasserstoff Ionen die Versäuerung der Lösung erklären.

> PH-Wert und chemische Stabilität

Der pH-Wert des Substrats variiert je nach Zusammensetzung. Der ideale Wert des Substrats für die Cyclamenkultur pendelt zwischen pH 5.6 und 5.8. Wenn man Substrate auf Weißtorfbasis verwendet, ist es notwendig, den pH-Wert zu erhöhen (mit Hilfe von Kalziumkarbonat). Um den pH-Wert um einen Punkt zu erhöhen, mischt man 2 Kg Kalziumkarbonat/m3 bei. Das Kalziumkarbonat erlaubt eine langsame und schrittweise Steigerung des pH-Wertes, der sich danach gut stabilisiert.

 

Der pH-Wert des Substrates ist nicht stabil, er variiert innerhalb von Jahreszeiten und je nach Kulturmethoden. Es ist wichtig den pH-Wert über die gesamte Kulturdauer zu überwachen um häufige Schwankungen zu vermeiden, diese könnten zu einer schlechten Assimilation der Nährstoffe führen.

Zwischen dem Substrat und der Nährlösung kann es zu Austauschbeziehungen verschiedenster Art kommen.

 

Das Substrat und die Nährlösung können Ionen austauschen (mittels des absorbierenden Komplexes). Die Substrate selbst können teilweise von der Nährlösung aufgelöst worden. Diese Tendenz wird im Falle eines schwachen pH-Wert verstärkt: eine aktive Wurzel produziert Wasserstoff in der Mitte und säuert somit das umliegende Substrat (dieser pH-Wert Abfall fördert die Phosphat- und Mikroelementesabsorption durch die Pflanze).

 

Diese Austauschphasen können entweder für die Säuerung der Lösung oder der pH-Wert Erhöhung verantwortlich sein. Der Gehalt an bestimmten Ionen kann einen solchen Wert erreichen, so dass der Pflanzengrenzwert überschritten wird (Kalzium, Kupfer). Durch die Trennung werden einige Ionen (Kalzium, Phosphate, Sulfate) unbrauchbar für die Pflanze.

 

Durch seine Ionenaustauschkapazitäten besitzt das Substrat selbst eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen die pH-Wert Schwankungen. Diese Puffereigenschaft ist mit der Anwesenheit von Kolloiden im Substrat verbunden.

 

Die auf Torf und Ton basierenden Substrate sind durch eine gute Absorptionsfähigkeit der Ionen im Ton-Humuskomplex und durch eine gute Puffereigenschaft gekennzeichnet.

 

Außer dieser gegenseitigen Lösungsaktionen in der Nährlösung, kann das Substrat auch angegriffen werden und verfallen.

 

Regelmäßig sollten chemische Analysen durchgeführt werden um die Entwicklung zu verfolgen. Sie werden vorzugsweise einem mit der Cyclamen-Kultur vertrauten Labor in Auftrag gegeben. 

Hinweis

In diesem Dokument werden Sie die Beschreibung von Kulturmethoden, die im Bereich der Cyclamenkultur im S.C.E.A. de Montourey (Fréjus / Frankreich) erprobt wurden. Diese Methoden basieren auf eigenen Erfahrungswerte sowie auf die Kenntnisse und die Verwendung von den als Referenz angegebenen Büchern.   Diese unter unseren klimatischen Bedingungen gewonnene Erfahrung in der Cyclamenkultur kann unter anderen Bedingungen einige Anpassungen notwendig machen, da natürliche Ereignisse die erhofften Ergebnisse vernichten können, wenn die Methodologie nicht genau befolgt wurde.   Wir weisen daraufhin, dass diese Hinweise und Anleitungen nur als Empfehlungen gelten und keine Erfolgsgarantie sind. Es wird empfohlen, vorherige Tests durchzuführen.

 

Das Substrat :

S.A.S Morel Diffusion

2565, rue de Montourey
83600 Fréjus - France

International : +33 (0)4 94 19 73 04
Tel : + 33 (0)4 94 19 73 00
Fax : +33 (0)4 94 19 73 19

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