Cyclamen Züchtung F1-Hybriden Instagram Facebook «Collection nationale»

Kultur

Profi-Gärtner | Kulturdatenblätter | Die Düngung | Nährstoffe N – P – K – Ca – Mg – S - CL

Die Düngung

Nährstoffe N – P – K – Ca – Mg – S - CL

Die Düngung der Cyclamen wird vor allem durch klimatische Bedingungen sowie über Luft- und Wasserverfügbarkeit der Wurzel beeinflusst.

Jeder Faktor soll bei der Auswahl der Düngermischungen eine Rolle spielen. 

> Bedarf und Ansprüche

Beschreibung der Grundbegriffe für eine gute Steuerung der Düngung.

Nach COMIFER (Comité Français de raisonnement de la Fertilisation), kann man mindestens 2 Begriffe unterscheiden:

  • Bedarf
  • Anspruch

1 > Bedarf

Der Nährstoffbedarf entspricht der Menge der für die Kultur verwendeten Elemente: diese Menge ist notwendig und ausreichend, um die festgelegte Produktionszielsetzung zu erreichen.

2 > Anspruch

Nicht alle Cyclamensorten haben die gleiche Fähigkeit, Nährstoffe aus dem Substrat herauszuziehen.

Einige Sorten – auch „anspruchsvolle Sorten“ genannt -, haben eine schwache Kapazität aus dem Substrat die notwendigen Nährstoffe aufzunehmen.

 

Diese « anspruchsvollen » Sorten benötigen eine stärkere organische Düngung als die traditionelle Ausgleichsdüngung.

 

Knollenpflanzen, dazu zählen Cyclamen, werden als anspruchsvoll in Bezug auf Phosphor und Spurenelemente klassifiziert.

> Stickstoff

Stickstoff: Der Hauptfaktor der Produktion

Nach Wasser ist Stickstoff der wichtigste Hauptwachstumsfaktor der über die Wurzel aufgenommen wird.

1 > Verschiedene Stickstoff Formen:

 

 

 

 

2 > Stickstoffabsorption:

Die Assimilation von Stickstoff im Wurzelbereich erfolgt durch die Ionenabsorption.

Die 2 ionischen Stickstoffformen sind:

  • Nitratstickstoff: N-NO3-
  • Amoniakstickstoff: N-NH4+

 

Das Verhältnis zu der ernährungsbedingten Affinität gegenüber den 2 mineralischen Hauptformen – Amoniakstickstoff und Nitratstickstoff – variiert je nach:

 

- Substratbedingungen: mit hohem pH-Wert, wirkt Ammoniakstickstoff für die Wurzel leicht toxisch.

 

 

Bemerkungen:

Alle Cyclamenkönnen organischen Stickstoff in kleinen Mengen als kleine organische Moleküle absorbieren, diese Möglichkeit ist minimal. Sie hat besondere Bedeutung wenn man Harnstoffspritzungen auf die Blätter vornimmt.

3 > Harnstoff

 

 

Durch Hydrolyse wird Harnstoff zu Ammoniakstickstoff, der selbst als Nitratstickstoff nitrifiziert wird, d. h. für Cyclamen aufnehmbar ist.

 

Die Geschwindigkeit der Hydrolyse von Harnstoff dagegen ist variabel und wenig steuerbar.

4 > Organischer Stickstoff und Proteine

Zersetzung organischer Stoffe, die in mikrobiologischen, wenig sauren und gut luftdurchlässigen Substraten auftritt.

 


Wie dieses Schema zeigt, wird die Anwendung von organischem Stickstoff durch zahlreiche Außenfaktoren beeinflusst, was die Verfügbarkeit dieses Mittels auf Dauer (Temperatur, Sauerstoff..) sehr ungewiss macht (dies ist der Fall bei Kompost, und stickstoffhaltigen organischen Düngern).

5 > Ammoniakstickstoff und Substrat

Der Ammoniakstickstoff ist ein Kation: NH4+. Er wird in einemVerhältnis von 1 NH4+ in der C.E.C. für 1 NH4+ in der flüssiger Lösung fixiert. Dieses Verhältnis ist nur für Torfsubstrate gültig, es bremst die Stickstoffverluste durch Auswaschen. Einige Stoffe (Zeolithe = Gruppe wasserhaltiger Silikatminerale) haben eine sehr starke Affinität zum Ammoniakstickstoff, sind in der Lage, ausreichende Mengen zu lagern und erreichen einen realen « Verlangsamungseffekt ».

Vorsicht mit übertriebenen Aussalzungsphasen durch Ammoniakstickstoff in der Lösung (ein Fall für aktive, organische Substrate). Der Effekt erfolgt nie im gewünschten Augenblick.

5.1 > Ammoniakstickstoff und Ammoniakvergiftung

Eine Cyclame, die unter normalen Wärme- und Sauerstoffbedingungen wächst regelt und kontrolliert ihre Ernährung selbst. Nitratstickstoff bleibt dann die am häufigsten angewendete Form.

Eine gestresste Cyclame dagegen – vor allem – im Wurzelbereich (Sauerstoff und Temperatur) führt keine aktive Assimilation mehr durch. nur noch eine Passive. Ammoniakstickstoff wird zuviel aufgenommen und die Cyclame vergiftet sich durch saure Entwicklung ihres Pflanzensaftes.

 

Beispiel:

 Aufstellen einer Kultur und Ammoniakvergiftung

 

 

In einem Torfsubstrat, das soeben mit PGMIX gedüngt wurde, bleibt der Ausgleich N-NO3/N-NH4 nahe von 1/1 in flüssiger Lösung.

Ein leicht auswaschendes „gutes Gießen“ während des Pflanzens, wäscht einen Teil des Nitratstickstoffs aus, während Ammoniakstickstoff, der weniger auswaschend ist, in der Lösung bleibt.

 

Schaden tritt auf wenn zu schnell eine zweite Gießphase durchgeführt wird. Durch Sauerstoffmangel wird die Nitrifizierung im Substrat und die Selbstregulierung der gestörten Wurzel durch eine verlängerte atemlose Phase blockiert.

5.2 > Entwicklung der Verhältnisse N-NO3: N-NH4 im Substrat

Bei der Substratanalyse während der Kultur, muss der Anteil an Ammoniakstickstoff schwach sein.

Diese beweist eine gute Belüftung des Substrats, durch ein gutes Funktionieren des Nitrathaushaltes.

5.3 > Ammoniakstickstoff und pH

Bei einem erhöhten pH-Wert wirkt Ammoniakstickstoff schneller toxisch.

Bei einem niedrigen pH-Wert in einem saueren Substrat dagegen, wird die Kalziumassimilation durch eine gegenwirkenden Ammoniakstickstoff gebremst.

5.4 > Ammoniakstickstoff und klimatische Bedingungen

Die Nitrifizierung ist weniger aktiv bei niedrigeren Temperaturen und bei schwachen Lichtverhältnissen. Empfehlenswert ist, den Ammoniakanteil des verwendeten Düngers zu reduzieren (sowie logischerweise den Harnstoffanteil).

5.5 > Ammoniakstickstoff und « säurebildende Aktion“

 


Der Nitrifizierungsprozess von Ammoniakstickstoff zu Nitratstickstoff führt zu einer punktuellen Übersäuerung. Diese Übersäuerung ist „sanft“.

Die säurebildende Wirkung des Ammoniakstickstoffs senkt nicht den realen pH-Wert in organischen Substraten, sondern dient als Stabilisator des pH-Wertes oder als Bremse der pH-Wert Steigerung.

 

Die säurebildende Wirkung der Nitrifizierung verläuft schwach im Vergleich zur Alkalisierung, durch die Wirkung einer starken Base, wie z. B. Bikarbonate.

 

Im inerten Bereich bleibt die säurebildende Wirkung eine realistische Möglichkeit, den pH-Wert in der Lösung zu steuern.

6 > Nitratstickstoff

6.1 > Form und Empfindlichkeit beim Auswaschen

Nitratstickstoff ist ein Anion: NO3-. Er wird nicht in CEC (Kationaustauschfähigkeit) fixiert.

Daher ist dieses Element auswaschbar.


6.2 > Nitratstickstoff und Auswirkungen auf den pH-Wert

Eine Nitratdüngung allein, führt zu einer Steigerung des pH-Wertes im Substrat.

 

 

 

Deshalb wird stets empfohlen, jeder Düngung einen minimalen Anteil von Ammoniakstickstoff beizufügen.

6.3 > Stickstoff / Wachskraft / Salzgehalt – asseransammlung

Stickstoff ist ein wesentliches Element für ein kräftiges vegetatives Wachstum.

 

Nitrate fördern die Produktion von Trockenstoffen und vor allem frischer Masse.

 

 

Eine Beigabe von Stickstoff und Nitrat fördert nicht den Zuwachs von Trockenmasse sondern bedeutet ein Zuwachs an frischer Masse.

 

Es handelt sich um ein Phänomen der Verfügbarkeit, klassisch bei Cyclamen durch die Bildung großer Blätter.

 

Wie fördert die Nitratverfügbarkeit im Wurzelbereich eine große Wasseransammlung und fördert das Wachstum der frischen Materie?

 

  • Das Nitrat fördert die Steigerung der Wasserleitfähigkeit im Wurzelbereich.
  • Das Nitrat-Ion hat eine positive Wirkung auf die Wasserbewegung zwischen den Zellen und fördert die Nachfrage nach Wasser durch das Spiel der osmotischen Druckverhältnisse (Ansammlung von organischen Säuren in den Vakuolen).
Konsequenzen

Die starke Wasserverfügbarkeit für Cyclamen zusammen mit der Anwesenheit von Nitrat im Wurzelbereich macht Cyclamen weich, frostempfindlich und fördert die Zellverlängerung durch Aufblasen der Vakuolen.

 

 

1° Möglichkeit

Das Verhältnis Stickstoff: Kali (N:K2O) muss sich zugunsten von Kali entwickeln. Schematisch gesehen, ist Kali das „Meister-Kation“ das den Stickstoff begleitet.

Es wird in Verhältnissen verbraucht, die mindestens genauso hoch, wenn nicht höher als Stickstoff sind.

Im Vergleich zu Kalzium und Magnesium wird Kali eher absorbiert.

 

Die Hauptform von Kali im Gewebe ist die ionische Form: K+ (hydriert).

Kali ist fähig, die für die Neutralisierung der negativen Ladungen notwendigen positiven Ladungen zu erzeugen.

Kali neutralisiert somit die durch die Nitratreduktion gebildeten organischen Säuren.

Kali unterbricht die Wassernachfrage durch Akkumulierung der Nitrate.

Kali reguliert die Transpiration und somit die Wassernachfrage.

 

Kali ist das notwendige Kation, um den Stickstoffeffekt und seine Auswirkungen auf das Vergeilen und die Frostempfindlichkeit der Pflanzen auszugleichen.

 

2° Möglichkeit

Steuerung der Wuchskraft durch Steigerung des Salzhaushaltes.

 

 

 

Das Wasser bewegt sich stets von dem am schwächsten konzentrierten Substrat zu dem höher konzentrierten Substrat. Wenn der Salzgehalt in der Substratlösung steigt, sinkt der Wasserfluss durch die Wurzel.

Ein überhöhter Salzgehalt kann zu einer echten physiologischen Trockenheit der Cyclame führen.

 

Der Hauptvertreter des Salzgehaltes in einem Substrat ist der Stickstoff.

 

Die Steuerung des Wasserflusses durch Erhöhung des Salzgehaltes mittels Zunahme der Stickstoffkonzentration bleibt eine schwierige Technik. Sie wird weniger riskant wenn das Substrat für diese Kultur geeignet ist. Für Cyclamen nicht zu empfehlen, da Knolle und Hals für kryptogamische Krankheiten empfindlich werden.

> KALI

Kali: das Meisterkation

1 > « Aufnahmekapazität» von Kali im Substrat

Kali befindet sich im Substrat in Form des Ions K+.

Der Ausdruck K2O als « Oxyd » entspricht keiner gärtnerischen Größenordnung sondern einer im Düngebereich verwendeten Ausdrucksmöglichkeit.

 

 

In wasserhaltiger Lösung sind die Dünger als Elektrolyte K+ als begleitende Anionen anwesend.

 

Ein Teil des sich im Substrat befindenden Kalis wird in veränderten Verhältnissen durch CEC absorbiert (Ref.: vorheriger Artikel).

 

  • Zielsetzung der Kalidüngung ist in der Substratlösung einen sogenannten „normalen“ Kaligehalt dauerhaft zu halten.
  • Die für Cyclamen reale Kaliverfügbarkeit ist hauptsächlich von der Wasserversorgung abhängig.

 

 

 

Kali wird umso leichter aufgenommen, je optimaler die Feuchtigkeit im Substrat ist.

 

Die hauptsächlich « trocken » geführte Kultur nimmt weniger Kali auf, so dass die relative prozentuale Kalimenge in der Düngung erhöht werden muss.

 

- In organischen Düngern, steht die Kaliverfügbarkeit wenig unter dem Einfluss der anderen sich in der Lösung befindlichen Salze

 

Die Stickstoff- Phosphat- oder Sulfatbeigabe der Düngung werden im Substrat durch die sich in der CEC befindlichen Elemente, wie Kalzium oder Magnesium kompensiert. In der Lösung wird Kali praktisch nicht durch eine Anionenbeigabe versetzt.

Allein die Wassermobilität hält im Wurzelbereich eine genügende Kalikonzentration. Das Verhältnis K:Ca + Mg ist für die Kontrolle der Kationenzugabe in ein organisches Substrat nicht ausreichend.

Um die in der Substratlösung ausreichende Kalikonzentration, sowie eine gute Kaliaufnahmefähigkeit zu gewährleisten, wird es notwendig, so stark wie möglich, die Kalibeigaben zu fraktionieren.

2 > Kali-Ansprüche und Bedürfnisse verschiedener Pflanzensorten

2.1 > Natürlicher Kalibedarf

Die Mehrheit der Cyclamensorten erhöht ihren Kalibedarf während folgender Phasen:

  • Vorreife
  • Reife
  • Blüteninduktion
  • Blüte

 

Die konsumierte (oder exportierte) Menge kann dann 3 bis 4 x höher sein als die Stickstoffmenge.

2.2 > Das Kalibedürfnis « Wuchskraft » durch Überkonsum

Die außerordentliche „Verteilungsfähigkeit“ von Kali durch das Wurzelwerk führt manchmal zu einer „Überkonsumierung“ von Kali, wenn die Konzentration in diesem Bereich steigt.

Dennoch aktiviert diese « Überkonsumierung » die Zellatmung, was zu folgenden kulturtechnischen Auswirkungen führt:

 

  • eine verspätete Blüte zu aktivieren
  • die Blüte zu aktivieren

 

Aber Vorsicht, durch Überaktivierung des Atmungskoeffizienten ermüden Cyclamen und Altern frühzeitig.

 

Es geht darum, in frühen Wachstumsphasen die Kombination N:K2O nah um 1:2 zu halten, um dann im Vorreifestadium 1:3 bis 1:5 zu erreichen.

3 > Kali und klimatische Bedingungen 

Zwei einzelne Begriffe:

Das interne Kalibedürfnis steigt wenn die Sonneneinstrahlung stärker wird, weil Cyclamen mehr Strahlungsenergie (während der Sommerkultur) verbrauchen.

 

Der Kalianspruch sinkt während des Winters und mit der abnehmenden Lichtintensität. Cyclamen verbrauchen weniger Kali als im Sommer, man erhöht dennoch die verfügbare Kalimenge im Wurzelbereich, damit die gewonnene Kalimenge die geringe Strahlung optimiert. Im Winter wird daher empfohlen, Lösungen wie N:K2O nah an 1:3 zu verwenden.

 

Je schlechter die Kulturbedingungen sind, desto kalibetonter wird die N/K2O-Lösung sein, und dies besonders, wenn Substratfeuchtigkeit und Bewurzelung schlecht geführt werden.

4 > Kali und Gießvorgänge

Eine örtliche Bewässerung führt zu einer schwachen Luftfeuchtigkeit und zu einer oft lokalen Bewurzelung um die Befeuchtungsstelle. Der Wasserdruck im Substrat ist schwächer als bei Verwendung eines Sprühsystems.

 

Daher wird Kali umso besser aufgenommen, je höher die relative Feuchtigkeit im Substrat ist.

Es ist besser, mit einer kalibetonteren N:K2O Mischung zu düngen bei Tropfensystem als bei Sprühung oder Ebbe und Fluss Bewässerung.

 

Aus hygienischen Gründen wird in der Cyclamenkultur von Sprühbewässerungssystemen abgeraten.

> Phosphor

1 > Phosphoraufnahme im Substrat

 

Phosphor ist als Anion wie: HPO42- oder H2PO4- anwesend. Die Verteilung in diese 2 « Arten » im Substrat hängt von dem pH-Wert des Milieus ab.

 

Die Formel P2O5 als Phosphoranhydrid entspricht einer Rechenart und nicht einer integrierbaren Formel:

 

 

Phosphor ist besonders in den pH-Bereichen zwischen 5,5 und 7,0 gut aufnehmbar, denn in diesen Bereichen befindet er sich hauptsächlich durch kationische Brücken fixiert im Substrat.

 

 

 

 

Dieses Element ist kaum in organischen Trägern auswaschbar.

2 > Bedarf und Ansprüche zurWurzelbildung

siehe Kapitel Nr. 1: Physiologie und Ernährung

3 > Synergien und Antagonismus

Die Hauptsynergie betrifft Stickstoff und Phosphor N:P. Für eine bessere Phosphoraufnahme ist eine Stickstoffbeigabe notwendig. Es handelt sich darum die Vorteile eines Düngers des Typs Ammoniakphosphat bei niedrigeren Temperaturen zu verwenden. Die Phosphoraufnahme ist bei niedriger Temperatur schlecht und um eine bessere Phosphordynamik unter ungünstigen Bedingungen zu erreichen, wird eine kombinierte Düngerform verwendet, die sowohl N als auch P enthält.

 

Eine gute Phosphoraufnahme ist für eine gute Bewegung der Reserven zu der Knolle hin notwendig.

Zusammen mit Phosphor beziehen sich die Hauptantagonismen auf Eisen und Zink. Prinzipiell hindert ein Überschuss an Phosphor die Aufnahme von Eisen und Zink. Während der Kultur in „gepufferten Substraten“ wird dieses Phänomen nie beobachtet.

 

Phosphor fördert die Auflösung von Molybdän im saurem Substrat, was zu einem Molybdänmangel führen kann. Bei der Topfkultur wurde dies jedoch praktisch nie beobachtet.

> KALZIUM

1 > Form und Funktion

Kalzium findet man in Lösung als Ionen Ca2+.. Kalzium spielt eine antitoxische und schützende Rolle, da es für die Elastizität der jungen Zellen notwendig ist und die Zelldurchlässigkeit bremst.

Kalzium wirkt hauptsächlich bei allen Phasen der Zellvergrößerung mit.

2 > Kalzium und pH-Wert

In der Kapitel Nr. 2: CEC/Kalzium/Bikarbonate/pH-Wert, wird der Einfluss vom pH-Wert deutlich definiert.

Das in einem Wasserextrakt gemessene Kalzium steht in keiner Beziehung zu der « Kalziumaufnahmefähigkeit » der Pflanze.

3 > Verfügbarkeit des Kalziums

Die Kalziumaufnahme hängt von 4 Parametern ab:

  • Wuchskraft,
  • Bewässerungsrhythmus,
  • Salzgehalt,
  • Luftfeuchtigkeit.

3.1 > Wuchskraft der Sorten

Je kräftiger die Sorte ist desto größer ist der momentane Bedarf der Pflanze. Die Affinität zu Wasser und Stickstoff ist höher.

Kalzium ist ein großes Kation, das nicht leicht von der Pflanze aufgenommen wird. Es kann dann zu einer Unausgeglichenheit zwischen dem sofortigen Kalzium- und dem Stickstoffbedarf kommen.

Die Gefahr von Randnekrosen ist höher.

3.2 > Bewässerungsrhythmus

Kalzium wird umso mehr aufgenommen wie kurz und häufig die Bewässerungsphasen sind. Wenn der Habitus der Cyclame « weich » ist, wird empfohlen, den Bewässerungsrhythmus zu ändern, indem man wenig, aber öfter gießt.

3.3 > Salzgehalt

Je höher der Salzgehalt ist, um so weniger Kalzium wird aufgenommen. Damit das Kalzium vernünftig die jungen Blätter und Blüten erreicht, muss der Atemfluss durch die Pflanze hoch sein. Ein hoher Salzgehalt reduziert diesen Atemfluss.

3.4 > Luftfeuchtigkeit

Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, desto weniger Kalzium wird aufgenommen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit reduziert den Atemfluss durch die Pflanze. Infolgedessen wird die Kalziumbewegung zu den jungen Zellen erschwert.

3.5 > Substratfeuchtigkeit

Damit Kalzium leicht aufgenommen wird, muss das Substrat sehr luftig sein und eine relativ niedrige Feuchtigkeit aufweisen.

3.6 > Auswirkungen bei einer schlechten « Aufnahmekapazität“» von Kalzium

Der Habitus der Cyclame ist weich, weist sogar Randnekrosen oder Blütenmissbildungen auf.

4 > Wechselwirkung mit anderen Elementen

K und Ca sind Antagonisten. Um die Kalziumzufuhr der Cyclamen zu regulieren, kann es notwendig sein, entweder den Kaligehalt der Düngerlösung zu senken, oder häufig und schwachdosiert zu gießen.

 

In der Topfcyclamenkultur sind Ca und Mg wenig antagonistisch. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, eine konstante Magnesiumdüngung zu halten.

5 > Kalzium und Zwischen-Saison

Die Kalziumaufnahmefähigkeit reduziert sich auf die Zwischen-Saison. Die natürlichen Ansprüche der Cyclamen sind in dieser Zeit für Kali günstig. Darüber hinaus ist die Luftfeuchtigkeit häufig höher und Bewässerung dafür schlecht geeignet.

Das Randnekrosenrisiko ist größer. Es wird dann notwendig, den Bewässerungsrhythmus zu ändern, indem man die langen und kurzen Bewässerungsphasen alterniert.

> Magnesium

1 > Form und Funktion

Magnesium befindet sich in der Lösung als Ion Mg2+.

Magnesium gehört zu den Chlorophyllmolekülen. Mangel zeigt sich durch Chlorose der älteren Blätter.

2 > Verfügbarkeit des Magnesiums für die Pflanze

Sie wird geführt durch:

  • häufige Bewässerungsphasen
  • Substrattemperatur
  • Substratbelüftung

 

Im Bereich der Wurzelaufnahme steht Magnesium zwischen Kalzium und Kali.

Magnesiumaufnahme hängt wesentlich von einer guten Sauerstoffaufnahme des Substrates ab.

Kalte Temperaturen führen zu einer schlechten Aufnahme dieses großen Atoms.

3 > Wechselwirkung mit anderen Elementen

Magnesium ist antagonistisch mit Kali und Kalzium.

Bei der Topfkultur geht es hauptsächlich darum, eine normale und dauerhafte Magnesiumkonzentration in der Düngerlösung zu halten.

 

Die Magnesiumaufnahme wird hauptsächlich durch Wasserbedingungen (Substratfeuchtigkeit, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung) gesteuert.

 

Nitratsstickstoff N-NO3- und Magnesium sind synergetisch, d. h. eine Nitratdüngung fördert die Aufnahme von Magnesium.

> Schwefel

1 > Form und Funktion

Schwefel kommt in der Protein- und Chlorophyllsynthese vor. Schwefelmängel werden durch Farbverlust der jungen Pflanzenteile gekennzeichnet und verursacht die Ansammlung von löslichem Stickstoff in der Pflanze.

 

Es besteht eine enge Verbindung zwischen dem Stoffwechsel von Schwefel.

2 > Verfügbarkeit

Schwefel findet sich als SO4 in wasserhaltiger Lösung. Diese Form ist die sulfathaltige Form.

 

  • Ursprung: Dünger, organische Materie, Pestizide, Bewässerungswasser, manchmal Regenwasser.
    Einige Brunnen oder Wasservorkommen sind sehr sulfatbelastet, was manchmal die Benutzung dieses Wassers unmöglich machen kann.
  • Die Beweglichkeit der Sulfate hängt von der Zusammensetzung der Kationen ab:
    • Das Kalziumsulfat oder Gyps ist schwach löslich und schlägt nieder. Während der für die Analyse notwendigen Lösungen, kann es passieren, dass die Ablagerungen neueren Datums wieder in die Lösung gelangen.
    • Die Mobilität der Sulfate ist am größten, wenn es um Kalisulfate oder Ammoniaksulfate geht.
  • Der Hauptnachteil der Sulfate ist, das sie eine « versalzende » Wirkung haben, da für dieselbe beigegebene Kali- Magnesium- oder Ammoniakeinheit ein sulfathaltiger Dünger mehr salzt, als ein phosphat- oder nitrathaltiger Dünger.

3 > Synergien und Antagonismen

Stickstoffsynergie SO4 Wenn die Schwefelverfügbarkeit unzureichend ist beeinträchtigen erhöhte Stickstoffbeigaben den Ertrag. Das tritt häufig bei der Verwendung von faserhaltigen Substraten auf.

> Chlor

1 > Form und Funktion

Chlor wirkt hauptsächlich indem es die Transpiration beeinflusst und die Menge der erzeugten Trockenmasse einschränkt.

2 > Verfügbarkeit

  • Form: Cl-
  • Sehr große Mobilität
  • Toxizität kann mit einer Chloranhäufung in der Pflanze auftreten, wenn die Wassermenge in der Substratlösung zu hoch ist.
  • Cyclamen werden als chlor- und sodiumempfindliche Pflanzen klassifiziert.

3 > Synergien und Antagonismen

  • Die Chloraufnahme wird durch einen niedrigen pH-Wert sowie durch Ammoniakstickstoff gefördert.
  • Das Kali Ion K+ wirkt positiv auf die Verminderung der Chloraufnahme indem es die Sodiumaufnahme bremst.
  • Das Ion N-NO3- (Nitratstickstoff) muss immer im Substrat zu finden sein, damit die Chloridaufnahme begrenzt wird.
    • Auswahl der auswaschenden Substrate
    • Begrenzung der Ammoniakanteile
    • Erhöhung des Kaligehaltes der Düngerlösung.

Hinweis

In diesem Dokument werden Sie die Beschreibung von Kulturmethoden, die im Bereich der Cyclamenkultur im S.C.E.A. de Montourey (Fréjus / Frankreich) erprobt wurden. Diese Methoden basieren auf eigenen Erfahrungswerte sowie auf die Kenntnisse und die Verwendung von den als Referenz angegebenen Büchern.   Diese unter unseren klimatischen Bedingungen gewonnene Erfahrung in der Cyclamenkultur kann unter anderen Bedingungen einige Anpassungen notwendig machen, da natürliche Ereignisse die erhofften Ergebnisse vernichten können, wenn die Methodologie nicht genau befolgt wurde.   Wir weisen daraufhin, dass diese Hinweise und Anleitungen nur als Empfehlungen gelten und keine Erfolgsgarantie sind. Es wird empfohlen, vorherige Tests durchzuführen.

 

Die Düngung :

S.A.S Morel Diffusion

2565, rue de Montourey
83600 Fréjus - France

International : +33 (0)4 94 19 73 04
Tel : + 33 (0)4 94 19 73 00
Fax : +33 (0)4 94 19 73 19

Kontaktieren Sie <br/> unseren Techniker
Kontaktieren Sie
unseren Techniker