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Trauermücken

Bradysia ist die meist vertretene Art im Gewächshaus.

Trauermücken der Spezies Bradysia haben im Gegensatz zu der Scatella-Fliege einen feinen Körper, lange Beine, eine schräge Haltung und glänzende dreieckige Flügel. Die Larven befallen Jungpflanzen und schwache Pflanzen.

Sie ernähren sich von Würzelchen und ist die Population stark, ernähren sie sich auch von der Knolle.

Die biologische Bekämpfung gegen die Larven mittels Nematoden erzielt hervorragende Ergebnisse.

> Einleitung

In beheizten und feuchten Gewächshäusern werden Keimlinge, Setzlinge und Cyclamen-Jungpflanzen häufig Opfer mehrerer Fliegenarten. Gesunde, ausgewachsene Pflanzen werden selten durch diese Schädlinge befallen.

> Identifizierung

Trauermücken zählen zur Ordnung der Dipteren. Insekten dieser Ordnung sind leicht erkennbar da sie nur ein Paar entwickelte Flügel besitzen. Ihre Augen sind groß und Fazettenartig. Sie gehören mit mehreren Arten zur Familie der Sciariden. Es handelt sich um die Arten: Bradysia, Sciara, Lycoriella. Die verschiedenen miteinbezogenen Arten sind relativ schwierig untereinander zu identifizieren.

Hauptsächlich trifft man Bradysia paupera im Gewächshaus an.

Diese kleine Fliegen bevorzugen feuchte Ecken des Gewächshauses. Die Fliegen selbst richten wenig Schäden an. Am schädlichsten sind die Larven.

> Lebenszyklus und allgemeine morphologische Eigenschaften

Die Dipteren sind Insekten die eine ganze Metamorphose durchleben. Die Larve wird im allgemeinen Made genannt. Sie hat die typische zylindrisch-konische Form, keine Beine und ihre Kiefer bestehen aus nur 2 Kieferhacken. Am Ende ihrer Entwicklung wird die Made unbeweglich und nimmt zu, um wie eine kleine Tonne auszusehen. Es handelt sich um das Puppen Stadium, das nach der Metamorphose, zum Erwachsenen Stadium führt. 

 

Die Erwachsenen sind kleine dunkle bis schwarze Fliegen, von 2 bis 5 mm Länge, die lange Fühler und lange Beine besitzen. Durch ihre Form erinnern sie etwas an Steckmücken. Ihr Thorax ist gewölbt. Sie bevorzugen dunkle Ecken, fliegen auf Substrathöhe und können über das ganze Jahr hinweg auftreten. Sie ernähren sich nur wenig während ihres Lebens, das nur einige Tage dauert. Trauermücken besitzen große geäderte Flügel, die eine schnelle Fortbewegung erlauben. Der Flug der Trauermücken ist schnell und unregelmäßig.

 

Einige Stunden nach ihrem Erwachsenen Stadium wird das Weibchen befruchtet um 3 Tage später in feuchten Bodenecken oder in der Nähe von faulendem Pflanzenmaterial 100 bis 200 Eier zu legen. Diese Eier sind weiß-gelb und sehr klein (0.09 à 0.15 mm). Das Schlüpfen erfolgt 9 bis 12 Tage später bei 15°C.

 

Die beinlosen Larven sind 5 bis 8 mm lang, der Körper ist weißlich-transparent und der Kopf schwarz. Sie entwickeln sich während 24 bis 27 Tagen (4 Larvenstadien wurden beobachtet). Das Puppen-Stadium findet im Boden oder im Kultursubstrat statt. Diese Puppen sind 3 bis 6 mm lang und hell braun bis grau. Eine Woche später erscheinen die ausgewachsene Insekten. Sie leben 4 bis 10 Tage.

 

Die Dauer der Entwicklung hängt von der Temperatur ab. Bei 24°C dauert der Zyklus zwischen dem Ei und dem ausgewachsenen Insekte 21 Tage, bei 16°C 40 Tage.

 

Larven von Trauermücken

> Kulturschäden

In den 2 bis 3 Wochen in denen sie sich ernähren, verursachen die Larven die meisten Schäden. Sie mögen faulendes Material, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, Pilze und Bodenalgen. Obwohl Allesfresser, gehen die Larven auf sterbendes oder geschwächtes Material über. Unter Bedingungen, die mit dem Substrat, der Pflanzengesundheit oder der Größenordnung der Larvenpopulation verbunden sind, greifen sie lebende Zellen an (Primäre Schädlinge). Ist das Substrat oder der Boden sehr feucht und die Temperatur sehr niedrig, wird die Pflanze geschwächt und empfänglich für einen Befall.

Die Larven knabbern die zarten und jungen Pflanzenteile an. In der Cyclamenkultur werden meist die Keimlinge oder frisch pikierte Sämlinge befallen. Larven fressen vor allem die ersten Blätter und höhlen junge Wurzeln unter der Knolle aus, so dass die Pflanze glatt vom Substrat getrennt wird. Die Schäden können ein Welken der Pflanze verursachen. Ihr Überleben hängt dann von der Stärke der Schäden ab.

Die Larven werden zu Überträgern andere Krankheitserreger und Schädlinge.

Sie übertragen Nematoden, Pilzsporen (Fusarium oxysporum), Milben und Viren. Aufgrund der durch die Larven im Wurzelsystem verursachten tiefen Wunden, können viele Krankheiten diesen Schwächezustand ausnutzen und sich weiterentwickeln.

Die erwachsenen Insekten ernähren sich hauptsächlich von Pilzen.

> Ausbreitung

Trauermücken können weit und lange fliegen und Kolonien an verschiedenen Stellen des Gewächshauses gründen. Eier und Puppen können ebenfalls übertragen und über den Boden verbreitet werden.

> Vorbeugende Bekämpfung

  • In den Gewächshäusern Gelbtafeln (Bug-Scan Sovenrode, Bug-scan B,...) anwenden um die Trauermücken zu fangen.
  • zu starkes Giessen vermeiden, gut lüften
  • Gewächshäuser und ihre nähere Umgebung von Abfall jeder Art frei halten, um die Entwicklung von Larven zu verhindern.

> Biologische Bekämpfung

1 > Mit einer Nematode

Hervorragende Ergebnisse in der Bekämpfung der Sciara Larven wurden mit der Nematode des Insekten Parasiten Steinernema feltia erzielt. Diese Bodennematode gehört zur Familie der Steinernematideae. Die anderen häufig für diese Nematode verwendete Bezeichnungen sind Steinernema bibionis und Neoaplectana carpocapsae.

 

Larve und Erwachsene ähneln sich. Im allgemeinen beobachtet man 4 Larvenstadien. Das erste Stadium entwickelt sich im Ei. Die Larve von Stadium 3 ist ansteckend und dringt in den Wirt durch natürliche Öffnungen ein. Sie bricht die Wände des Speiserohes durch und vermehrt sich dort. Eine Bakterie, die sich in der Nematode befindet, wird in dem angesteckten Darm freigegeben und führt zum Tod der Larve. Eine Woche nach der Anwendung werden die Maden gelblich. 

Das Handelsprodukt, das ansteckende Larven im 3. Stadium beinhaltet, heißt Entonem. Weitere Produkte sind Nemasys und Nemasys-M, Exhibit SF-WDG.

Es wird empfohlen, sich nach den vom Händler angegebenen Informationen zu richten (vorbeugende und heilende Behandlung). Nie Nematoden bei voller Sonne anwenden.

2 > Mit einer Milbe

Die Milbe Hypoaspis miles ist eine braune Milbe von 1 mm Länge. Es ist ein Räuber der die Larven aussaugt. Dieser Räuber bevorzugt feuchte Substrate und benötigt Temperaturen über 10°C um zu wirken. Selbst ohne Larven kann er 7 Wochen leben. Die Population der Schädlinge beginnt 2 Wochen nach Beginn der Behandlung zu sinken. Handelsprodukte sind Hypoaspis-System und Hypo-line m. Bei Anwendung unbedingt an die Empfehlungen der Hersteller beachten.

> Mechanische Bekämpfung

Eine mechanische Bekämpfung kann mit einer großen Bürste (Tischbreite) durchgeführt werden. Diese Bürste besteht aus einem Stiel mit Leimtafeln. Auf den unteren Rändern befinden sich Kordeln. Bei Bewegung kommen diese Kordeln mit den Pflanzen in Kontakt, scheuchen die Fliegen auf, die dann an den Leimtafeln kleben bleiben.

> Chemische Bekämpfung

Es müssen gleichzeitig Mücken und Larven bekämpft werden. Junge und empfindliche Pflanzen müssen öfter behandelt werden.

Momentan ist in Frankreich gegen Trauermücken kein Wirkstoff bei Zierpflanzen zugelassen.

 

Bei den Dipteren hat man häufig das Auftreten einer gewissen Resistenz beobachtet. Es wird empfohlen dann systematische Schutzprogramme zu vermeiden.

 

Die ständige Entwicklung der Regelungen und der Zulassungen der Behandlungsmitteln, sowie dessen nationalen Unterschiede erlauben nicht den aktuellen Zulassungsstand zu berücksichtigen. Jeder Produzent muss sich deshalb bei dem zustandigen Pflanzenschutzamt informieren und die letzten Auflagen des Pflanzenschutzgesetzes zu beachten. Um die Wirkung des Wirkstoffes (Dosis) sowie die Kulturreaktion zu prüfen, (Phytotoxizität), wird empfohlen, eine vorherige Testanwendung an einem Pflanzenmuster durchzuführen.



Hinweis

In diesem Dokument werden Sie die Beschreibung von Kulturmethoden, die im Bereich der Cyclamenkultur im S.C.E.A. de Montourey (Fréjus / Frankreich) erprobt wurden. Diese Methoden basieren auf eigenen Erfahrungswerte sowie auf die Kenntnisse und die Verwendung von den als Referenz angegebenen Büchern.   Diese unter unseren klimatischen Bedingungen gewonnene Erfahrung in der Cyclamenkultur kann unter anderen Bedingungen einige Anpassungen notwendig machen, da natürliche Ereignisse die erhofften Ergebnisse vernichten können, wenn die Methodologie nicht genau befolgt wurde.   Wir weisen daraufhin, dass diese Hinweise und Anleitungen nur als Empfehlungen gelten und keine Erfolgsgarantie sind. Es wird empfohlen, vorherige Tests durchzuführen.

 

Schmarotzer :

S.A.S Morel Diffusion

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